Erschienen: 1929
302 Seiten
Inhalt: Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Compson und wie diese auseinanderfällt. Er besteht aus vier Teilen, die alle von anderen Erzählern berichtet werden und zu verschiedenen Zeiten spielen. Dabei stehen wichtige Ereignisse der Familiengeschichte und deren Auswirkungen im Mittelpunkt.
Meine Erfahrung mit dem Buch: Gerade am Anfang habe ich mich sehr schwergetan, aber das dürfte vom Autor so beabsichtigt sein, wird der erste Teil des Romans doch vom geistig behinderten Sohn der Familie, Benji, erzählt. Danach wird es leichter. Die Familiengeschichte erschließt sich nur von Bruchstück zu Bruchstück, man erkennt deutlich, dass bei der Familie etwas nicht stimmt, kommt aber erst mit der Zeit dahinter, was alles geschehen ist. Ich fand das Buch alles in allem etwas schwierig, weil es so unzusammenhängend ist und man sich bei jedem Sprung wieder neu einfinden muss. Der Stil ist auch nicht allzu leicht zu lesen, aber alles in allem hat mir das Buch gut gefallen.
Sonntag, 28. August 2016
Samstag, 27. August 2016
Rezension: Jon Fasman: Die Bibliothek des Alchimisten
Erschienen: 2005
544 Seiten
Inhalt: Der Reporter Paul Tomm soll für sein Provinzblatt einen Nachruf über einen estnischen Professor schreiben. Tomm stellt sich schon auf ein wenig langweilige Routine-Recherche ein, stellt dann aber fest, dass an der Sache mehr dran ist, als er anfangs gedacht hatte: Der Professor war entweder extrem paranoid oder hatte etwas z verbergen- und ist vielleicht sogar ermordet worden. Trotz Drohnungen wird Tomm von der Neugier immer weiter getrieben: Von der netten Nachbarin des Opfers über das wie Fort Knox gesichterte Büro des Professors bis zu düsteren Kneipen, in den Alkohol nur an Mitglieder ausgeschenkt wird- die Sache wird immer seltsamer....
Meine Erfahrung mit dem Buch: Ich würde jetzt nicht sagen, dass der Roman überwältigend war, aber er war ganz spanennd und leicht zu lesen und auch nicht so vorhersehbar, wie es viele andere Krimis sind. Der Reporter war ziemlich sympathisch und ich konnte das eine oder andere Mal während des Lesens schmunzeln. Ein gutes Buch zum Zwischendurch-Lesen.
Donnerstag, 4. August 2016
Unser kleiner neuer Liebling.
Tja, wie angekündigt hat sich in letzter Zeit einiges bei mir getan.
Nummer eins: Ich hab Sommerurlaub und komme trotzdem gefühlt zu nichts.
Nummer 2: Ich ziehe zu meinem Freund. Und ich freue mich riesig, auch wenn ich mir im Moment ein wenig Sorgen mache, weil ich bis Ende des Monats umgezogen sein muss und noch keine Ahnung habe, wie das gehen soll.
Nummer 3: Wir haben unsere kleine Familie ein wenig ausgebaut. Genaugenommen sind wir im Moment zu siebt. Damit es hier aber wenigstens trotz langer Schweigephasen spannend bleibt, stelle ich euch jetzt erstmal unseren ersten Neuzugang vor, der mir ganz besonders ans Herz gewachsen ist (obwohl, das sind sie eigentlich alle. Ein Liebling unter Lieblingen? Ach, ich weiß nicht. Er ist auf jeden Fall etwas ganz besonderes für mich).
May I introduce:
Rango <3
Ich liebe diesen Ringelschwanz <3
Die Anschaffung erfolgte relativ spontan: Ich stand halt mal wieder vor einem Terrarium, das kleine Wesen da drin kam an die Scheibe, schaute mich an und drückte die Pfote an die Scheibe. Da wars dann um mich geschehen. Und als ich meinen Freund fragte, ob wir den nicht mitnehmen konnten, stellte ich fest, dass er genauso verliebt neben mir stand. Und schon hatten wir ein Chamäleon. Wir haben ihn dann noch einen Tag im Laden gelassen, damit wir Zeit genug hatten, ihm ein wunderschönes Zuhause zu bauen. Und ich glaube, dass uns das ziemlich gut gelungen ist.
Und wie auf dem letzten Bild zu sehen: Er häutet sich gerade zum ersten Mal! So süß (und er tut mir irgendwie auch leid...)! Inzwischen ist er so weit, dass er ein Hula-Röckchen um die Hüften hat :D
Hach ja, ich freu mich jede Minute über den Kleinen.
Und ihr werdet noch eine Menge Bilder zu sehen bekommen in der nächsten Zeit :)
Nummer eins: Ich hab Sommerurlaub und komme trotzdem gefühlt zu nichts.
Nummer 2: Ich ziehe zu meinem Freund. Und ich freue mich riesig, auch wenn ich mir im Moment ein wenig Sorgen mache, weil ich bis Ende des Monats umgezogen sein muss und noch keine Ahnung habe, wie das gehen soll.
Nummer 3: Wir haben unsere kleine Familie ein wenig ausgebaut. Genaugenommen sind wir im Moment zu siebt. Damit es hier aber wenigstens trotz langer Schweigephasen spannend bleibt, stelle ich euch jetzt erstmal unseren ersten Neuzugang vor, der mir ganz besonders ans Herz gewachsen ist (obwohl, das sind sie eigentlich alle. Ein Liebling unter Lieblingen? Ach, ich weiß nicht. Er ist auf jeden Fall etwas ganz besonderes für mich).
May I introduce:
Rango <3
Ich liebe diesen Ringelschwanz <3
Die Anschaffung erfolgte relativ spontan: Ich stand halt mal wieder vor einem Terrarium, das kleine Wesen da drin kam an die Scheibe, schaute mich an und drückte die Pfote an die Scheibe. Da wars dann um mich geschehen. Und als ich meinen Freund fragte, ob wir den nicht mitnehmen konnten, stellte ich fest, dass er genauso verliebt neben mir stand. Und schon hatten wir ein Chamäleon. Wir haben ihn dann noch einen Tag im Laden gelassen, damit wir Zeit genug hatten, ihm ein wunderschönes Zuhause zu bauen. Und ich glaube, dass uns das ziemlich gut gelungen ist.
Und wie auf dem letzten Bild zu sehen: Er häutet sich gerade zum ersten Mal! So süß (und er tut mir irgendwie auch leid...)! Inzwischen ist er so weit, dass er ein Hula-Röckchen um die Hüften hat :D
Hach ja, ich freu mich jede Minute über den Kleinen.
Und ihr werdet noch eine Menge Bilder zu sehen bekommen in der nächsten Zeit :)
Freitag, 15. Juli 2016
Rezension: Richard Yates: Zeiten des Aufruhrs
Erschienen: 1961
374 Seiten
"Es ist, als wären sich alle stillschweigend darüber einig, in einem Zustand totalen Selbstbetrugs zu leben. Zum Teufel mit der Realität! Bauen wir doch weiter niedliche gewundene Sträßchen und niedliche Häuschen mit weißem, rosarotem und himmelblauem Putz, bleiben wir doch weiter gute Verbraucher und legen Wert aufs Miteinander und ziehen unsere Kinder in einem Bad von Sentimentalitäten hoch (...), auch wenn die gute alte Realität einmal aus der Rolle fällt und >buh< sagt; aber wir machen alle schön weiter und tun so, als wäre gar nichts passiert."
(S.76)
Inhalt: Frank und April Wheeler sind seit Jahren verheiratet. Sie haben zwei Kinder, ein Haus und Frank arbeitet in einem Job, der ihn permanent unterfordert. Sie führen ein langweiliges und mittelmäßiges Leben, glauben aber beide dennoch, etwas besonderes zu sein und schauen auf die Nachbarn und Freunde herab. April wollte mal Schauspielerin werden, und als sie bei einer Laienvorführung kläglich versagt und bei dem Ehepaar daraufhin ein heftiger Streit ausbricht, beginnt April, über ihr gemeinsames Leben nachzudenken. Sie weiht Frank in ihren Plan ein: Auswanderung nach Frankreich und ein ganz neuer Start in das Leben, das sie schon längst hätten führen sollen.
Meine Erfahrung mit dem Buch: Auf dieses Buch habe ich mich schon eine ganze Weile gefreut. Mein Vater hatte es im Regal stehen und jetzt bin ich endlich dazu gekommen, es mir auszuleihen. Während meiner gesamten Rückfahrt von Norddeutschland nach Wien konnte ich es kaum aus der Hand legen. Es ist fesselnd geschrieben, manchmal musste ich schmunzeln, wenn sich die Charaktere mal wieder wie ihre eigene Karrikatur aufgeführt haben, oftmals taten die Stiche, die Yates seinen Protagonisten versetzt, aber schon fast weh. Besonders Frank wird im Laufe des Romans immer noch eine Spur unsympathischer, aber auch April verhält sich gleichzeitig so durchschnittlich und irrational, dass man garnicht weiß, auf wessen Seite man sich schlagen soll (und ob man sich überhaupt auf eine Seite schlagen will). Trotzdem kommt kein Widerwille gegen den Roman an sich auf, was viele andere Autoren meines Erachtens nicht schaffen. Auch, dass man von Anfang an das Ende erahnt, tut der Freude am Lesen keinen Abbruch, es verstärkt höchstens die Irritation, die Yates heraufbeschwört.
Fazit: Wenn man einen modernen amerikanischen Klassiker überhaupt noch empfehlen kann, ohne sich dabei lächerlich zu machen, würde ich das hiermit uneingeschränkt tun.
Donnerstag, 14. Juli 2016
Der Stand der Dinge.
Long time no see, oder so.
Ich freue mich zu sehen, dass, obwohl ich schon so lang nichts geschrieben habe, sich immer noch ein paar nette Menschen auf meinen Blog verirren.
Im Moment ist so viel los, dass ich garnicht genau weiß, wo mir der Kopf steht.
Dabei habe ich jetzt gerade vermutlich die ruhigste Zeit bis zum Ende des Jahres:
Ab August gibts einen neuen Job, ich werde umziehen, wir haben ein paar neue Familienmitglieder...
Gerade bin ich aus einem relativ spontanen Heimaturlaub in Norddeutschland wieder da, plus einem kurzen Zwischenstopp in Heidelberg, wo ich Freunde besucht habe- und mir natürlich die Stadt zeigen lassen: Mal was Neues sehen ist toll, auch wenn ich nebenbei mein Zuhause sehr vermisst habe.
Fazit: Im Moment ist alles aufregend. Und das ist wundervoll.
PS: Ja, neue Familienmitglieder. Dazu gibt es bald ein Update. Kleiner Tipp schonmal vorweg: Mein Liebling ist grün ;)
Samstag, 25. Juni 2016
3 Pictures of your week: Lesestoff.
Die Aktion wurde von Taya und Grinsemietz ins Leben gerufen, die Grafik hab ich auch von dort.
"Lesestoff" war diese Woche das Thema, und ich bin schon sehr gespannt, wie meine Mitfotografierenden das umsetzen.
Meine drei Fotos sehen so aus:
Drei herrliche, ruhige Stunden im Garten mit Florian Illies "1913- Der Sommer des Jahrhunderts". Irgendwo, nicht auf dem Foto, dreht die Schildkröte ihre Runden und nachher hatte ich einen Sonnenbrand.
Mein Bücherregal ist schon halb leer! Viele meiner Bücher sind bereits umgezogen, und ich muss mich zusammenreißen, das Regal nicht mit neuen Büchern aufzufüllen :D
Arbeitszeug ist gepackt und ich freue mich auf meinen letzten Arbeitstag vorm Urlaub und auf den Lesestoff dazu ;)
Donnerstag, 23. Juni 2016
Rezension: Florian Illies: 1913- Der Sommer des Jahrhunderts
Erschienen: 2012
311 Seiten
Inhalt: Das Jahr 1913 war ein Übergangsjahr, das Jahr, in dem der Hauch des Krieges schon spürbar, von den Meisten aber ignoriert und sogar geleugnet wurde. Was war wichtig in diesem Jahr? Was haben die großen Künstler getan, wie sah das Leben 1913 aus? Und wo war eigentlich die Mona Lisa?
Meine Erfahrung mit dem Buch: Florian Illies zeichnet ein Porträt des Jahres, indem er eine Menge Begegenheiten zusammenstellt: Einerseits werden wichtige Ereignisse erzählt, andererseits auch kleine, alltägliche Szenen eingebaut, zum Beispiel aus den Leben Kafkas, Kokoschkas, Picassos, Klimts und vieler vieler anderer. So ergibt sich aus vielen kleinen Absätzen ein Gesamtbild, bei dem man häufig über die Künstler, deren Werke so geläufig sind, staunen kann, man erfährt vieles, was diese Berühmtheiten viel menschlicher macht. Man lernt, was sie, ihre Kritiker und Befürworter in diesem Jahr bewegt hat und hat ein klein wenig das Gefühl, tatsächlich dabei gewesen zu sein.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich habe oft geschmunzelt, oft über die Verrücktheiten einiger den Kopf geschüttelt und mich gewundert, was für zufällige Begegnungen es gab, allein in diesem Jahr.
Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist, dass Illies zwar mit zahllosen tollen Zitaten arbeitet, aber nicht genau angibt, wo er sie her hat -mir ist bewusst, dass es sich hier um einen Roman handelt und dass Fußnoten vermutlich ziemlich gestört hätten, aber Endnoten hätten es sicher auch getan- oder zumindest eine vollständige Bibliografie, er gibt nämlich leider nur eine Auswahl an. Trotzdem kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der sich ein bisschen für das Weltgeschehen interessiert und dies gern in Form von unterhaltsamer Lektüre zu sich nimmt.
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