Montag, 3. Oktober 2016

Rezension: Patrick Brosi: Der Blogger


Erschienen: 2015
480 Seiten

Inhalt: Der bekannte Enthüllungs-Blogger Rene Berger verschwindet auf einmal von der Bildfläche. Die Enthüllungsjournalistin Marie wird auf ihn angesetzt- sie soll ihn laut eines Insidertipps im Schwarzwald finden.
Einige Wochen später sieht ein Bootsvermieter einen Mann von seinem Boot mitten im See verschwinden. Die Polizei findet bald heraus, dass es sich bei dem Mann um Rene Berger handeln könnte- was ist in der Zwischenzeit passiert?

Meine Erfahrung mit dem Buch:
Ich bin auf der Buch Wien letztes Jahr auf den Krimi aufmerksam geworden und dachte mir, dass mir ein Blogger-Krimi/Thriller bestimmt gut gefällt ;)
Und tatsächlich fand ich es gut zu lesen und spannend. Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen, er beginnt mit dem mysteriösen Mann, der von dem Boot verschwindet und dass es sich dabei wahrscheinlich um Berger handelt- trotzdem bleibt es spannend, weil man sich nie sicher sein kann, was jetzt wirklich so ist, wie es scheint.
Ich habe den Roman dann gleich an meine Mum weitergegeben, die sich ein bisschen Sorgen gemacht, dass es sehr viel EDV-Gequatsche in dem Roamn gibt, aber da kann ich jeden beruhigen: Selbst ich hab das verstanden, also kann es nicht so schlimm sein :D
Zusätzlich hat der Roman noch eine gesellschaftskritische Komponente, die mich teilweise ziemlich ins Grübeln gebracht hat.
Kann ich also nur empfehlen!

Sonntag, 2. Oktober 2016

Der aktuelle Stand der Dinge.





Die Zeit vergeht so schnell, dass ich es kaum schaffe, ihr auch nur hinterherzusehen. Wann hatte ich das letzte Mal so richtig Zeit für mich?
Ich weiß es nicht so genau.
Die letzten Wochen waren schön.
Ich gewöhne mich langsam an mein neues Zuhause.
Und an den neuen Job.
Meine Eltern waren zu Besuch und wir haben eine Menge erlebt- danke dafür!
Eine Menge Fotos warten darauf, überspielt und gebloggt und gebloggt zu werden.
Einige Bücher warten auf ihre Rezension (das ist der Vorteil an einem langen Arbeitsweg: Viel Zeit zum Lesen ;) ).
Ich habe das Gefühl, der Sommer hat gerade erst angefangen, dabei müssen wir jetzt schon ans Heizen denken, damit es dem kleinen Grünen nicht zu kalt wird.
Dieses Wochenende habe ich das erste Mal seit Wochen zwei Tage einfach nur frei. 
Habe draußen in der Sonne gesessen, ein wenig nachgedacht und gestaunt, wie schön doch eigentlich grad alles ist, und wie sehr es trotzdem an mir vorbeirast.
Ich habe beschlossen, dass es Zeit wird, jetzt an dem Rest zu feilen, den ich noch nicht auf der Reihe habe. Der Sport zum Beispiel. Ich glaube, ich war irgendwann im Juni das letzte Mal im Fitti.
Und diese Sache mit der Ernährung hab ich im Moment auch nicht unter Kontrolle.
Da muss ein ordentlicher, sichtbarer Cut her, alle Ruder rum und nochmal von vorne, zurück zu dem Stand, den ich mal fast schon selbstverständlich hatte und der mir jetzt so weit entfernt vorkommt.
Gestern habe ich ein paar Stunden lang mit dem kleinen Godzilla gespielt (er wollte unbedingt raus aus dem Terrarium, keine Ahnung warum). Er hat teilweise sogar auf meiner Schulter gesessen und sein Köpfchen an meine Wange geschmiegt. Unglaublich. Unglaublich schön. (Zum auf-der-Brille-sitzen wie auf dem Bild oben ist er inzwischen übrigens zu groß^^)
Es gibt noch viele Baustellen. Aber ich freu mich schon drauf.


Sonntag, 28. August 2016

Rezension: William Faulkner: Schall und Wahn

 
Erschienen: 1929
302 Seiten

Inhalt: Der Roman erzählt die Geschichte der Familie Compson und wie diese auseinanderfällt. Er besteht aus vier Teilen, die alle von anderen Erzählern berichtet werden und zu verschiedenen Zeiten spielen. Dabei stehen wichtige Ereignisse der Familiengeschichte und deren Auswirkungen im Mittelpunkt.

Meine Erfahrung mit dem Buch: Gerade am Anfang habe ich mich sehr schwergetan, aber das dürfte vom Autor so beabsichtigt sein, wird der erste Teil des Romans doch vom geistig behinderten Sohn der Familie, Benji, erzählt. Danach wird es leichter. Die Familiengeschichte erschließt sich nur von Bruchstück zu Bruchstück, man erkennt deutlich, dass bei der Familie etwas nicht stimmt, kommt aber erst mit der Zeit dahinter, was alles geschehen ist. Ich fand das Buch alles in allem etwas schwierig, weil es so unzusammenhängend ist und man sich bei jedem Sprung wieder neu einfinden muss. Der Stil ist auch nicht allzu leicht zu lesen, aber alles in allem hat mir das Buch gut gefallen.

Samstag, 27. August 2016

Rezension: Jon Fasman: Die Bibliothek des Alchimisten


Erschienen: 2005
544 Seiten

Inhalt: Der Reporter Paul Tomm soll für sein Provinzblatt einen Nachruf über einen estnischen Professor schreiben. Tomm stellt sich schon auf ein wenig langweilige Routine-Recherche ein, stellt dann aber fest, dass an der Sache mehr dran ist, als er anfangs gedacht hatte: Der Professor war entweder extrem paranoid oder hatte etwas z verbergen- und ist vielleicht sogar ermordet worden. Trotz Drohnungen wird Tomm von der Neugier immer weiter getrieben: Von der netten Nachbarin des Opfers über das wie Fort Knox gesichterte Büro des Professors bis zu düsteren Kneipen, in den Alkohol nur an Mitglieder ausgeschenkt wird- die Sache wird immer seltsamer....

Meine Erfahrung mit dem Buch: Ich würde jetzt nicht sagen, dass der Roman überwältigend war, aber er war ganz spanennd und leicht zu lesen und auch nicht so vorhersehbar, wie es viele andere Krimis sind. Der Reporter war ziemlich sympathisch und ich konnte das eine oder andere Mal während des Lesens schmunzeln. Ein gutes Buch zum Zwischendurch-Lesen.

Donnerstag, 4. August 2016

Unser kleiner neuer Liebling.

Tja, wie angekündigt hat sich in letzter Zeit einiges bei mir getan.
Nummer eins: Ich hab Sommerurlaub und komme trotzdem gefühlt zu nichts.
Nummer 2: Ich ziehe zu meinem Freund. Und ich freue mich riesig, auch wenn ich mir im Moment ein wenig Sorgen mache, weil ich bis Ende des Monats umgezogen sein muss und noch keine Ahnung habe, wie das gehen soll.
Nummer 3: Wir haben unsere kleine Familie ein wenig ausgebaut. Genaugenommen sind wir im Moment zu siebt. Damit es hier aber wenigstens trotz langer Schweigephasen spannend bleibt, stelle ich euch jetzt erstmal unseren ersten Neuzugang vor, der mir ganz besonders ans Herz gewachsen ist (obwohl, das sind sie eigentlich alle. Ein Liebling unter Lieblingen? Ach, ich weiß nicht. Er ist auf jeden Fall etwas ganz besonderes für mich).
May I introduce:

Rango <3

Ich liebe diesen Ringelschwanz <3

Die Anschaffung erfolgte relativ spontan: Ich stand halt mal wieder vor einem Terrarium, das kleine Wesen da drin kam an die Scheibe, schaute mich an und drückte die Pfote an die Scheibe. Da wars dann um mich geschehen. Und als ich meinen Freund fragte, ob wir den nicht mitnehmen konnten, stellte ich fest, dass er genauso verliebt neben mir stand. Und schon hatten wir ein Chamäleon. Wir haben ihn dann noch einen Tag im Laden gelassen, damit wir Zeit genug hatten, ihm ein wunderschönes Zuhause zu bauen. Und ich glaube, dass uns das ziemlich gut gelungen ist.

Und wie auf dem letzten Bild zu sehen: Er häutet sich gerade zum ersten Mal! So süß (und er tut mir irgendwie auch leid...)! Inzwischen ist er so weit, dass er ein Hula-Röckchen um die Hüften hat :D

Hach ja, ich freu mich jede Minute über den Kleinen.
Und ihr werdet noch eine Menge Bilder zu sehen bekommen in der nächsten Zeit :)

Freitag, 15. Juli 2016

Rezension: Richard Yates: Zeiten des Aufruhrs


Erschienen: 1961
374 Seiten

"Es ist, als wären sich alle stillschweigend darüber einig, in einem Zustand totalen Selbstbetrugs zu leben. Zum Teufel mit der Realität! Bauen wir doch weiter niedliche gewundene Sträßchen und niedliche Häuschen mit weißem, rosarotem und himmelblauem Putz, bleiben wir doch weiter gute Verbraucher und legen Wert aufs Miteinander und ziehen unsere Kinder in einem Bad von Sentimentalitäten hoch (...), auch wenn die gute alte Realität einmal aus der Rolle fällt und >buh< sagt; aber wir machen alle schön weiter und tun so, als wäre gar nichts passiert." 
(S.76)
 

Inhalt: Frank und April Wheeler sind seit Jahren verheiratet. Sie haben zwei Kinder, ein Haus und Frank arbeitet in einem Job, der ihn permanent unterfordert. Sie führen ein langweiliges und mittelmäßiges Leben, glauben aber beide dennoch, etwas besonderes zu sein und schauen auf die Nachbarn und Freunde herab. April wollte mal Schauspielerin werden, und als sie bei einer Laienvorführung kläglich versagt und bei dem Ehepaar daraufhin ein heftiger Streit ausbricht, beginnt April, über ihr gemeinsames Leben nachzudenken. Sie weiht Frank in ihren Plan ein: Auswanderung nach Frankreich und ein ganz neuer Start in das Leben, das sie schon längst hätten führen sollen.

Meine Erfahrung mit dem Buch: Auf dieses Buch habe ich mich schon eine ganze Weile gefreut. Mein Vater hatte es im Regal stehen und jetzt bin ich endlich dazu gekommen, es mir auszuleihen. Während meiner gesamten Rückfahrt von Norddeutschland nach Wien konnte ich es kaum aus der Hand legen. Es ist fesselnd geschrieben, manchmal musste ich schmunzeln, wenn sich die Charaktere mal wieder wie ihre eigene Karrikatur aufgeführt haben, oftmals taten die Stiche, die Yates seinen Protagonisten versetzt, aber schon fast weh. Besonders Frank wird im Laufe des Romans immer noch eine Spur unsympathischer, aber auch April verhält sich gleichzeitig so durchschnittlich und irrational, dass man garnicht weiß, auf wessen Seite man sich schlagen soll (und ob man sich überhaupt auf eine Seite schlagen will). Trotzdem kommt kein Widerwille gegen den Roman an sich auf, was viele andere Autoren meines Erachtens nicht schaffen. Auch, dass man von Anfang an das Ende erahnt, tut der Freude am Lesen keinen Abbruch, es verstärkt höchstens die Irritation, die Yates heraufbeschwört.
Fazit: Wenn man einen modernen amerikanischen Klassiker überhaupt noch empfehlen kann, ohne sich dabei lächerlich zu machen, würde ich das hiermit uneingeschränkt tun.

Donnerstag, 14. Juli 2016

Der Stand der Dinge.


Long time no see, oder so.
Ich freue mich zu sehen, dass, obwohl ich schon so lang nichts geschrieben habe, sich immer noch ein paar nette Menschen auf meinen Blog verirren.
Im Moment ist so viel los, dass ich garnicht genau weiß, wo mir der Kopf steht.
Dabei habe ich jetzt gerade vermutlich die ruhigste Zeit bis zum Ende des Jahres:
Ab August gibts einen neuen Job, ich werde umziehen, wir haben ein paar neue Familienmitglieder...
Gerade bin ich aus einem relativ spontanen Heimaturlaub in Norddeutschland wieder da, plus einem kurzen Zwischenstopp in Heidelberg, wo ich Freunde besucht habe- und mir natürlich die Stadt zeigen lassen: Mal was Neues sehen ist toll, auch wenn ich nebenbei mein Zuhause sehr vermisst habe.
Fazit: Im Moment ist alles aufregend. Und das ist wundervoll.

PS: Ja, neue Familienmitglieder. Dazu gibt es bald ein Update. Kleiner Tipp schonmal vorweg: Mein Liebling ist grün ;)