Dienstag, 4. August 2015

Rezension: Andreas Eschbach: Todesengel

Erschienen: 2013
Hörbuch

Inhalt: Nachdem ein Rentner überfallen wurde und seine beiden Angreifer erschossen wurden, behauptet der Rentner in einem Interview gegenüber dem Journalisten Ingo, dass er einen Engel gesehen hat, der ihn gerettet hat. Zuerst glaubt ihm keiner, doch der Engel taucht erneut auf, immer dann, wenn jemand grundlos angegriffen wird, und verteidigt das Opfer. Ingo findet sich schnell im Mittelpunkt der Debatten um Selbstjustiz, Opfer und Täter wieder und schlägt sich bald auf die Seite des Engels. Wer dieser ist, bleibt jedoch vorerst ein Rätsel...

Meine Erfahrung mit dem Hörbuch: Meine Mama hat mir dieses Hörbuch empfohlen und geliehen, und es hat mir wirklich gut gefallen. Es ist durchgehend spannend und regt dazu an, sich selbst über die Inhalte Gedanken zu machen: Hält man es für Recht oder Unrecht, wenn jemand bei einem Unrecht eingreift, und dabei zum äußersten Mittel greift? Worin liegt das eigentliche Problem mit Selbstjustiz? Was sollte mit einem selbst ernannten Rächer oder Schutzengel passieren, wenn dieser zwar gegen das Gesetz verstoßen hat, dabei aber Menschenleben gerettet hat? Die Stimme von  Matthias Koeberlin, den Eschbach-Fans von der Verfilmung vom "Jesus-Video" kennen, passt sehr gut zu der Geschichte und er kann es sehr lebendig und mitreißend vorlesen.