Sonntag, 8. Mai 2016

Rezension: Salman Rushdie: Zwei Jahre acht Monate und achtundzwanzig Nächte


Erschienen: 2015
384 Seiten

Inhalt: Eine Dschinniya verliebt sich in einen Philosophen und bekommt eine ganze Heerschar an Kindern von ihm. Der ungläubige Philosoph, verstrickt in einen Glaubenskrieg mit einem gläubigen Kollegen, verlässt sie und sie kehrt in die Welt der Dschinn zurück. Jahrelang bleibt der Spalt zwischen den Welten geschlossen, doch dann setzen die beiden Philosphen ihre Streitereien aus den Gräbern heraus fort, der Spalt zwischen den Welten öffnet sich wieder und eine Heerschar grausamer Dschinn sorgt für Chaos auf der Erde. Auch Dunia, die Dschinniya, kehrt zurück und beschließt, den Menschen zu helfen.

Meine Erfahrung mit dem Buch: Mich haben die Geschichten von 1001 Nacht schon immer faszniert und Salman Rushdies Bücher gefallen mir auch gut- perfekte Kombi, dachte ich mir. Und ich wurde nicht enttäuscht: Besonders beeindruckt war ich von der ganz eigenen Fantasie, die Rushdie in sein Werk einbringt: Wie sich zum Beispiel die Kräfte der Dschinn auswirken, wie er diese Wesen aus dem Märchen in die heutige Welt versetzt- ich habe mich keine Sekunde bei diesem Buch gelangweilt. Zusätzlich würzt Rushdie das Ganze noch mit einer geballten Ladung Sozialkritik, sodass man beim Lesen in die unterschiedlichsten Situationen gerät: Man fühlt mit, man ärgert sich, man hat Stoff zum Nachdenken, es graust einem....
Ich weiß noch, dass ich Rushdies Schreibstil bei den "Satanischen Versen" recht schwierig fand, das war bei diesem Buch allerdings nicht so, es war sehr gut zu lesen.
Also alles in allem: Sehr empfehlenswert!