Mittwoch, 18. Mai 2016

Rezension: Stephen King: Mr. Mercedes


Erschienen: 2014
gelesen von David Nathan


Inhalt: Ein Mann klaut einen Mercedes und rast damit in eine Menschenmenge. Und entkommt. Der ermittelnde Beamte, Bill Hodges, kann ihn auch nicht fassen und geht schließlich in Pension. Dort quält ihn dieser Fall immer weiter, er richtet sich ein sinnloses Leben vor dem Fernseher ein, lässt sich immer mehr gehen und denkt an Selbstmord. Doch plötzlich erhält er einen Brief von jemandem, der sich als Täter bezeichnet. Hogdes wird aus seiner Lethargie gerissen und beginnt, erneut und auf eigene Faust zu ermitteln-zusammen mit einigen Freunden, die ihm im Laufe des Falles über den Weg laufen.

Meine Erfahrung mit dem Hörbuch: *hier bitte alles Positive einfügen, was ich immer über King und David Nathan schreibe*....
Was mir bei Finderlohn jedoch besonders gut gefallen hat, ist, dass es bis ganz zum Schluss unglaublich spannend bleibt- ich hatte wirklich keine Ahnung, wie das jetzt ausgeht, alles Extreme waren möglich und für mich war es unvorstellbar, mit dem Hören aufzuhören und irgendetwas anderes zu machen (ich bin einen Tag lang nur mit Kopfhörer rumgelaufen. Fitnessstudio mit Stephen King? Läuft. Nach einer Stunde fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist- und das passiert mir beim Training sonst eher selten^^). Als ich notgedrungen zur Arbeit musste, war ich eine Stunde lang so unglücklich wie ein Junkie, dem der nächste Schuss fehlt.
Was man allerdings bei diesem Buch unbedingt wissen sollte: Es ist der erste Teil einer Triologie. Der zweite Teil, Finderlohn, ist bereits erschienen und ich habe ihn auch schon gehört, deshalb hier meine Warnung: Für Leute, die sich planlos durch das Werk Kings arbeiten, wie es ihnen gerade vor die Füße fällt (so wie ich): Ihr könnt durchaus Finderlohn lesen, ohne vorher Mr. Mercedes zu kennen, ABER: Falls ihr vorhabt, beide zu lesen, müsst ihr UNBEDINGT mit Mr. Mercedes anfangen, sonst spoilert euch Finderlohn komplett. Wer Finderlohn kennt, kennt inhaltlich auch Mr. Mercedes.
(Das wird für viele Leute, die es gewohnt sind, Reihen zu lesen, jetzt ein wenig seltsam sein, aber einige der Werke Kings sind sozusagen eher lose miteinander verknüpft (zb. Cujo, Needful Things und Stark) und meiner Meinung nach kann man sie gut in verdrehter Reihenfolge lesen, ohne allzu sehr gespoilert zu werden (okay, bei Needful Things wird glaub ich das Ende von beiden anderen Romanen zumindest kurz erwähnt- aber wenn man, so wie ich, es aus Versehen zuerst liest, hat man von der Handlung der anderen beiden Bücher trotzdem nur einen winzigen Bruchteil erfahren und zumindest für mich war es keine Einschränkung des Lesevergnügens). Das ist bei Mr.Mercedes/Finderlohn nicht so- es würde die oben erwähnte Spannung komplett zerstören. Dies nur am Rande, denn bei mir war es Zufall, dass ich die beiden nicht in umgekehrter Reihenfolge gehört habe, zumal auf den Büchern an sich auch kein wirklicher Hinweis zu finden war, dass es sich dabei um Teile einer Triologie handelt (oder falls doch, sind sie zumindest unauffällig genug, dass ich sie übersehen habe, und ich gebe mich jetzt der Illusion hin, dass das anderen auch passieren könnte ;) )