Dienstag, 25. Oktober 2016

Rezension: Andreas Föhr: Totensonntag

Erschienen: 2013
Hörbuch, gelesen von Michael Schwarzmaier

Inhalt:
In einer Berghütte wird aus einem Besäufnis auf einmal eine Geiselnahme. Die Kommissare Kreuthner und Wallner sind anwesend und entgegen Kreuthners Bemühungen schafft Wallner es, die Situation zu entschärfen. Auf dem Weg mit dem Lift ins Tal erzählt der Geiselnehmer Wallner eine Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg, bevor er aus dem Lift springt, um zu sterben. Aufgrund dieser Hinweise finden sie die erste Leiche: Ein Skelett in einer Gruft mit einer Kugel im Kopf, bestattet in einem edelsteinbesetzten Sarg.

Meine Erfahrung mit dem Hörbuch:
Dieses Hörbuch gewinnt extrem durch den Sprecher. Michael Schwarzmaier verpasst den Figuren diverse Dialekte, hauptsächlich bayrisch, was sehr gut passt. Ich muss allerdings zugeben, dass ich, als ich die ersten bayrischen Sätze hörte, kurz davor war, das Hörbuch auszuschalten (bayrisch ist nicht mein liebster Dialekt...). Das Hörbuch hat es jedoch geschafft, mich sehr schnell zu fangen, schon die Episode in der Berghütte ist wahnsinnig witzig, und solche Abschnitte gibt es immer wieder, obwohl das Hörbuch an sich ein ernstes Thema mit verarbeitet. Ich finde die Mischung extrem gelungen, es ist nicht einfach irgendein Krimi, sondern wird durch den Bezug zum Zweiten Weltkrieg tiefsinniger, und durch die verrückten Charaktere spannender und lustiger. Dadurch wird er für mich zu einem der besten Krimis seit einer sehr sehr langen Zeit.