Dienstag, 18. Oktober 2016

Rezension: Stephen King: Finderlohn

Erschienen: 2015
Hörbuch, gelesen von David Nathan

"Scheiß auf den Scheiß."

Inhalt:
Der zweite Teil der Mr. Mercedes-Reihe beginnt mit dem Mord des bekannten Autors John Rothstein, der nach drei Romanen jahrelang nichts veröffentlicht hat. Ein fanatischer Fan nimmt dies und Gerüchte über Notizbücher zum Anlass, bei dem Autor einzubrechen und ihn umzubringen. Kaum hat er die gestohlenen Notizbücher und einen Haufen Geld versteckt, wird er für ein anderes Verbrechen geschnappt und für Jahre ins Gefängnis gesteckt. Ein Jugendlicher, Peter Saubers, findet durch Zufall das Diebesgut und steht jetzt vor der Entscheidung, was er mit dem Geld machen soll- und mit den Notizbüchern.

Meine Erfahrung mit dem Hörbuch: 
An diesem Buch gefiel mir besonders gut, dass King eine völlig neue Perspektive auf die Auswirkungen der Tat des Mercedes-Mörders wirft. Dadurch bekommt auch der erste Band nochmal eine ganz andere Tiefe. Die Handlungen des ersten und zweiten Bandes sind miteinander verknüpft und trotzdem geht es inhaltlich um eine ganz andere Geschichte.
Dadurch kann man problemlos den zweiten Teil lesen/hören, ohne den ersten zu kennen- allerdings nur, wenn man den ersten nicht mehr lesen möchte, denn der Inhalt des ersten Bandes wird immer wieder aufgegriffen- da bleibt kaum etwas, was man nachher nicht weiß.
Die Charaktere sind teilweise so skurril beschrieben, dass man immer wieder unwillkürlich lachen muss. Die Handlung ist weniger unheimlich als vielmehr spannend, mitreißend, sodass man garnicht aufhören mag mit dem Hören. Wie immer grandois gelesen von David Nathan, was den Spaß noch erhöht.
Und am Ende gibt es einen spannenden Cliffhanger, der dafür sorgt, dass ich dem dritten Teil atemlos entgegengefiebert habe.