Montag, 4. April 2016

Rezension: Friedrich Dürrenmatt: Der Verdacht/Der Richter und sein Henker

 Ich habe mir diese Hörbuch-Box ausgeliehen, allerdings habe ich mir nur zwei der drei Hörbücher angehört. (Die beiden waren schon so depri, dass ich mich an das dritte mit dem noch härteren Thema nicht mehr rangetraut habe.)
Gehört habe ich:
Der Richter und sein Henker erschien zwischen 1950 und 1951, Der Verdacht zwischen 1951 und 1952. Beide erschienen als Reihe in der Schweizer Zeitschrift "Beobachter".
Das Hörbuch erschien im Dezember 2011
Gelesen von Hans Korte

Inhalt:
Der Richter und sein Henker: Der kranke Kommissar Bärlach ermittelt, wer seinen Kollegen umgebracht hat. Unter Mithilfe seines Kollegen Tschanz fällt der Verdacht dabei sehr schnell auf einen einflussreichen Lobbyisten.
Der Verdacht: Kommissar Bärlach erholt sich nach einer Operation im Krankenhaus. Ein Arzt, mit dem er schon sehr lang befreundet ist, reagiert sehr erschrocken auf ein Bild in einer Zeitschrift, die einen KZ-Arzt zeigt, der dafür bekannt wurde, dass er Operationen ohne Narkose an den Insassen durchführte. Nach langem Nachbohren von Bärlach erklärt sein Freund, dass der KZ-Arzt auf dem Bild einem alten Studienkollegen von ihm verblüffend ähnlich sieht, dieser aber nicht sein kann, da der Studienkollege während des Krieges in Chile war und jetzt eine Klinik in der Schweiz hat, während sich der KZ-Arzt am Ende des Krieges umgebracht hat. Bärlach lässt die Geschichte jedoch keine Ruhe.

Meine Erfahrung mit den beiden Hörbüchern: Zuerst mal musste ich mich ein bisschen an die Art, wie Hans Korte die beiden Bücher liest, gewöhnen. Seine Stimme passt jedoch sehr gut zu den Büchern.
Beide Romane sind spannend anzuhören und fesselnd, allerdings auch sehr deprimierend, fand ich. Besonders das letztere, logischerweise, bei dem Thema. Deshalb habe ich dann auch beschlossen, mir das letzte Hörbuch nicht mehr anzuhören.