Freitag, 5. Juni 2015

Rezension: Stephen King: Menschenjagd

Erschienen: 1982
384 Seiten

Inhalt: "Menschenjagd" ist ein Science-Ficition-Roman, den Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachmann schrieb. Im Vorwort erklärt er, dass er Bachmann als seine dunkle Seite ansieht. Der Roman spielt im Jahr 2025. Die Welt wird inzwischen von einer Fernsehgesellschaft beherrscht, sehr viele Menschen leben in tiefster Armut. Auch der Hauptcharakter, Benjamin Richards, lebt mit seiner Frau und seiner kranken Tochter im Slum. Um an Geld für Medikamente zu kommen, meldet er sich bei dem Fernsehsender zu den Reality-Shows an, in denen die Teilnehmer für einige neu-Dollar ihre Gesundheit verspielen. Da er in einer guten körperlichen Verfassung und zusätzlich systemkritisch und aufrührerisch eingestellt ist, wird er der Show "Menschenjagd" zugeteilt. Sein Bild wird im Fernsehen gezeigt, die Zuschauer erhalten für Tipps zu seinem Aufenthaltsort eine Belohnung, zusätzlich wird ein Team Kopfgeldjäger auf ihn angesetzt. Für jede Stunde, die er überlebt, bekommt seine Familie Geld, ebenso für jeden Jäger, den er tötet. Sollte er einen Monat lang überleben, hat er gewonnen und erhält eine Million Dollar.

Meine Erfahrung mit dem Buch: Ich bin grad ein bissi im Stephen-King-Fieber :D Richard Bachmann als seine dunkle Seite zu bezeichnen, kann ich nach diesem Buch sehr gut nachvollziehen. Er ist wirklich sehr sehr düster. Nicht das kleinste bisschen Fröhlichkeit, der Hauptcharakter kämpft eigentlich von Anfang an nicht dagegen an, zu sterben, sondern versucht, dies so lang wie möglich hinauszuzögern und dabei noch möglichst viele Leute zu ärgern, die es verdient haben. Der Roman ist sehr spannend und hat mir gut gefallen, auch wenn er ein bisschen meiner momentanen Urlaubsstimmung widerspricht.