Dienstag, 21. Oktober 2014

Angst ist ein guter Motor.

Mein Plan mit dem Laufen ist aufgegangen.
Allerdings merkte ich schon nach den ersten Schritten, dass es vielleicht doch nicht soo die tollste Idee war. Weiche Knie, kaum Luft, das Tempo einer Schnecke auf Valium. Vielleicht sollte ich mir endlich einmal merken, dass Laufen am Tag nach einem Migräneanfall einfach nicht so gut kommt. Zu fertig. Aber gut, wo ich schon mal da war, konnte ich mich auch noch ein bissi weiter schleppen. Wäre ja sonst auch irgendwie albern. Gegenwind gabs auch noch, nicht zu knapp. Ich hab mir also die "kleine Runde" vorgenommen, die ungefähr 5 km lang sein sollte. Ich komme am Wendepunkt an, denke mir, ich könnte mich ja auch noch ein wenig weiter schleppen, is grad auch schon egal, und da vorn scheint so schön die Sonne. Also noch ein paar Schritte, die Musik pusht mich, ich betrachte die riesige Meute Möwen, die über der Donau kreist. Momentchen. Möwen und Windböen, die mir entgegenkommen? Lustig. Normalerweise bedeutet das Sturm oder Gewitter. Sieht aber garnicht danach aus, alles so schön sonnig, blauer HImmel und menschenleer und... Irgendwas stimmt hier nicht. Ich drehe mich um, Richtung Heimweg. Und sehe das:

(und in echt sah das noch viel dunkler aus!)
Ah. Deshalb also. Ich glaub, ich dreh dann jetzt besser mal um. Ich sollte dringend über die Brücke rüber, ehe da noch Gewitter kommt (nein, nicht die vorne, sondern die ganz hinten am Horizont). Ich habe nämlich inzwischen Angst vor Gewitter. Und erst recht davor, bei Gewitter über eine Brücke zu gehen.
Mann, war ich plötzlich schnell :D Es wurde immer dunkler und dunkler. Immerhin, ich hab Rückenwind. Das treibt ja vielleicht auch die dunklen Wolken weg von meiner Brücke. Äh Moment.... der Wind dreht... Oh. Wieder Gegenwind. Na danke.

Ich war trotzdem verdammt schnell wieder zu Hause :D Da schien natürlich wieder die Sonne, der Wind hatte nochmal gedreht. Herrlicher Ausflug.