Mittwoch, 4. November 2015

Ausflug nach Dürnstein.

 Meine Eltern hatten in ihrem Wien-Urlaub große Lust auf Ausflüge in die Umgebung, und lustigerweise wurde da eine richtige Burgentour draus. In der nächsten Zeit gibt es also gaaanz viele Fotos von Burgen, Riunen und Schlössern :D Den Anfang macht die Burgruine in Dürnstein.

Dürnstein ist ein sehr süßes Dorf in der Wachau, direkt an der Donau gelegen.

 Die Ruine liegt eine kleine Strecke bergauf, man kann sich entscheiden, ob man den längeren oder den steileren Wanderweg nimmt. Bei unserem ersten Besuch vor einigen Jahren sind mein Vater und ich den steileren gegangen und selbst wir als Flachlandmenschen fanden den nicht allzu schlimm. Trotzdem sind wir diesmal den längeren, ebenderen Weg gegangen.
Dort sind einige Stationen aufgebaut, zum Beispiel mit Infotafeln, die über die Geschichte der Ruine aufklären.
 Die Ruine ist wunderschön und man kann sie auf vielen Ebenen erklimmen. Meine Mutter und ich haben uns in der Mitte gehalten, mein Vater ist ganz nach oben geklettert, während wir gemütlich auf einer Mauer saßen und teilweise mit offenem Mund (und zwischen den Fingern hindurch) zusahen, wie er immer höher kletterte (er bekam für den Rest des Urlaubs den Spitznamen "Bergziege" :D)
 Der Ausblick ist einfach grandios. Und schaut euch nur an, was wir für ein schönes Wetter hatten. *seufz* Wann ist noch gleich wieder Frühling?^^
 Die Burg wurde zwischen 1140 und 1145 gebaut.

Der Sage nach hatte die Burg mal einen sehr berühmten Gefangenen: Nachdem sich Richard Löwenherz weigerte, seine Kriegsbeute zu teilen, wurde er hier eingesperrt.
 Sein Troubadour Blondel soll ihn gefunden haben, indem er von Burg zu Burg fuhr und ein Lied sang, dessen Liedzeile Richard Löwenherz ergänzte. Dadurch wusste der Sänger, wo sein Herr gefangen war, und konnte eine Lösegeldzahlung in Gang setzen, durch die Richard Löwenherz freikam.

 Das dort hinten auf dem Berg dürfte das Stift Göttweig sein. Ich glaub, das sollten wir uns bei unserer nächsten Burgtour auch mal ansehen.


 1645 wurde die Burg von den Schweden im Zuge des Dreißigjährigen Krieges besetzt. Als diese abzogen, sprengten sie einen Teil der Burg.


 Dem "Sänger Blondel" statteten wir dann einen Besuch ab, nachdem wir den Rückweg hinter uns gebracht hatten. Sehr gutes Essen!