Samstag, 7. November 2015

Rezension: Thomas Raab: Still



Erschienen: 2015
358 Seiten

Inhalt: Als Säugling treibt Karl seine Mutter fast in den Wahnsinn: Das Kind schreit und schreit, ohne Pause, bis sein Vater Abends nach Haus kommt und mit ihm spazieren geht, dann schläft das Kind. Sein Vater ist es auch, der herausfindet, was Karls Problem ist: Er hat ein extrem feines und sensibles Gehör, jedes Geräusch bereitet ihm Schmerzen. Also wird Karl im Keller aufgezogen und versucht eigenständig, allem Leben so weit es geht fern zu bleiben. Und es wird noch schlimmer, sowohl für Karl als auch sein Umfeld: Nicht umsonst kündigt das Buch am Anfang an, dass Karls Todestag ein guter Tag war.

Meine Erfahrung mit dem Buch: Dies Buch war ein Gelegenheitsgriff für mich: Meine Mutter hat es in der Bücherei gesehen, wollte es gern lesen, dann war es halt bei mir, also hab ich es auch gelesen. Nun ja. Im Internet wird es gerne mit Patrick Süskinds "Parfüm" verglichen, und in gewisser Weise stimmt das auch. Hätte ich das vorher gesehen, hätte ich es mir sicher nicht ausgeliehen, denn beim "Parfüm" hab ich mich extrem gequält. Und auch dieses Buch war nicht so ganz nach meinem Geschmack. Es hinterlässt einen bleibenden Eindruck von Unwohlsein, auch wenn ich nicht genau festmachen kann, woran das liegt- und ob es vielleicht sogar beabsichtigt ist.