Mittwoch, 11. November 2015

Rezension: Amoz Oz: Dem Tod entgegen


Erschienen: 1971
173 Seiten

Inhalt: Das Buch enthält zwei Erzählungen. In der ersten verfolgt der Leser den inneren Monolog eines alten jüdischen Redners, der sich immer mehr in seinen Wahn hineinsteigert, Russland wolle Israel zerstören und dabei immer mehr auf taube Ohren stößt.
Die zweite spielt im Jahr 1096: Guillaume de Toron erlebt auf seinen Ländereien einiges Ungemach und macht einen Juden dafür zum Sündenbock. Vom Scheiterhaufen herab verflucht dieser ihn. Als de Toron kurz darauf zum Kreuzzug aufbricht, benehmen er und sein Gefolge sich wie die Axt im Walde gegenüber der Bevölkerung, an der sie vorbeiziehen und töten jeden Juden, der ihnen begegnet. Als Mensch und Tier der Gruppe erkranken, sind sie sich sicher, dass sich in ihrer Gruppe ein Jude versteckt halten muss, und beginnen, sich gegenseitig zu verdächtigen.

Meine Erfahrung mit dem Buch: Die beiden Geschichten sind sehr unterschiedlich, haben mir aber beide sehr gut gefallen. Sie machen nachdenklich, und das in vielerlei Hinsicht. Das Buch ist nur so an mir vorbeigeflogen.