Freitag, 24. Juli 2015

Kaninchengeschichte, Teil 3.

 Leider musste ich in Wien schließlich in ein Zimmer ziehen, in die ich meine beiden nicht mitnehmen durfte. Also traten sie erneut die lange Reise an und lebten seitdem bei meinen Eltern. Da gab es natürlich eine ganze  Reihe neuer Herausforderungen. Mein Opa-Hund zum Beispiel. Den kannte Ville zwar schon, für Nessi war er aber neu. Alle drei verstanden sich hervorrageng (ja, auch die beiden Kaninchen inzwischen! Sie haben es zwar nicht in der Öffentlichkeit gezeigt, aber hin und wieder "erwischte" meine Mum sie beim Kuscheln) Der Hund wiederum war sowieso mit einem Kaninchen aufgewachsen, den als er damals, in meinem ersten Schuljahr, zu uns kam, gab es dort bereits ein Kaninchen:
Der hieß Häsi, und ich hab ihn glaub ich mit 3 bekommen. (Ja, ich weiß, der Name.... aber ich war halt drei und durfte den selber aussuchen^^)... Ich find, er sieht Ville total ähnlich. Nur war er deutlich größer. Und ja, Anna, er war leider allein bei uns. Damals wusste man das noch nicht so mit der Pärchenhaltung. Wie man sieht, hatte er sich aber zumindest mit dem Hundi sehr gut angefreundet.
So ähnlich lief es auch mit Ville und Nessi. Ville war immer etwas vorsichtig, wenn der Hund im Raum war. Mit Nessi hab ich einmal eine unglaublich süße Szene beobachtet. Der Hund lag im Wohnzimmer auf dem Teppich, die Kleine kam rein, hoppelt auf ihn zu und stellt sich auf die Hinterbeine, wobei sie sich an seiner Nase abstützt. Hundi klappt ein Auge auf, sieht sie, wedelt kurz mit dem Schwanz und schläft weiter. Nachher turnte die Kleine noch auf seinem Rücken rum.
 Aber es gibt ja noch mehr neue Mitbewohner.
 Und neue Sitten, zum Beispiel gewogen werden, weil Frauchen in Wien immer genau wissen will, ob es den beiden auch gut geht ;)

 Fotos machen ist zwar nicht neu, aber Begeisterung sieht anders aus :D
 Das Spiel kennt ihr ja schon. Auf der Packung stand, Kaninchen brauchen einige Tage, bis sie das kapieren. Meine hatten das in ein paar Minuten raus. Nessi hat irgendwann die Deckel wieder raufgesetzt, nachdem sie alles leergefressen hat, um Ville zu ärgern. :D
 Oh ja, die Treppe..... Die haben sie auch schnell begriffen. Erst diesen Sommer hatte ich die Absperrung ein paar Minuten nicht ordentlich stehen, bildete mir ein, einen Schatten zu sehen, und fand Ville im ersten Stock unter dem Bett meiner Eltern wieder :D
 In der Küche durften die beiden den ganzen Tag rumlaufen (darf Ville immernoch). Ins Wohnzimmer kamen sie dann immer Abends mit meinen Eltern.
 Da war irgendwie auch alles spannend und musste markiert werden.
Auf diesem Bild sieht man toll, warum ich Ville gern als mein aufgeplatztes Sofakissen bezeichne :D

Der alte Herr ist mittlerweile stolze acht Jahre alt, und ja, Anna, leider inzwischen allein.
Dieses Mal nimmt er das aber besser auf als beim ersten Mal, und hat meine Eltern fest unter Kontrolle (sorry, aber ihr wisst, dass es stimmt^^). Wenn er gestreichelt werden will, stiehlt er meinem Vater den Pantoffel und wirft ihn durchs Wohnzimmer. Wenn das nicht hilft, zwickt er ihm in die Zehen. Das wirkt meistens. :D
Tja, und ich fühlem ich hier gerade ein bisschen einsam, ohne meine Fellbündel. Das war schon eine schöne Zeit. Jetzt hab ich zwar die Schildkröte hier, aber das ist natürlich nicht meine und nicht das gleiche. Wieder ein Haustier.... Ja, irgendwann, hoffentlich.